Interview mit Hugo Sprenker, Sprenker und Röder Immobilien GmbH

Die IMMO in Freiburg ist der richtige Platz, wenn man eine Immobilie finden oder anbieten möchte. Sachverständiger Hugo W. Sprenker sieht ungebrochenes Interesse an Immobilien in und um Freiburg.

„Es gibt immer was zu kaufen, nur die Preise haben sich geändert“, sagt Hugo W. Sprenker. Der ehemalige Vizepräsident und Schatzmeister des Bundesverbands IVD der Immobilienbranche in Deutschland, Dozent an der Deutschen Immobilien-Akademie DIA, Handelsrichter am Landgericht in Freiburg und stellvertretende Vorsitzende des städtischen Gutachterausschusses in Freiburg hat die Entwicklung des Immobilienmarkts in und um Freiburg seit über 30 Jahren im Blick: Auch 2017 haben die Preise vor allem in der Stadt wieder einen Anstieg verzeichnet. Eine Entwicklung, von der vor allem auch das Freiburger Umland profitieren kann, wie Sprenker im Interview betont.

? Herr Sprenker, Jahr für Jahr beobachten wir eine ähnliche Entwicklung: die Immobilienpreise in Freiburg gehen nach oben, der Zuzugsdruck besteht weiter, und der Wohnraum in der Stadt ist knapp bemessen. Kommt da nicht irgendwann eine Trendwende nach unten?

 ! Es gab ja auch in Freiburg in der Vergangenheit Krisen in der Immobilienwirtschaft und Leerstände am Markt. Seit über 20 Jahren hat sich das geändert. Und ich sehe auch auf Jahre hinaus keine Wende hin zum Schlechteren: Die Lebensqualität in Freiburg stimmt, die Stadt ist ein hervorragender Hochschulstandort, es gibt hoch qualifizierte Arbeitsplätze und Spezialindustrien. Als Folge all dessen wird sich an der Beliebtheit des Standorts nichts ändern.

 ? Aber die Wohnflächen sind knapp, die Preise entsprechend hoch. Wo sollen die Menschen hin? Wie kann Wohnraum bezahlbar gehalten werden?

 ! Bezahlbarer Wohnraum ist aufgrund der enorm gestiegenen Baukosten immer schwerer zu realisieren. Eine öffentliche Förderung privater Bauträger über Zinsvergünstigungen macht in der heutigen Situation kaum mehr Sinn, das Geld fürs Bauen steht in einer sehr niedrigen Phase. Auch eine Mietpreisbremse ist da kontraproduktiv: Wenn die wirklich funktionieren würde, gäbe es keine Investitionen mehr, weil Wohnungsbau nicht mehr wirtschaftlich wäre. Wir müssen das Thema Immobilien meines Erachtens angesichts der Flächenknappheit gerade in Freiburg aber ohnehin viel regionaler denken. Und das passiert ja bereits: Dieser Trend, wonach die Gemeinden auf dem Land Abwanderungen haben, ändert sich wieder. Zumindest für die Gemeinden, bei denen die Verkehrsanbindung und die Infrastruktur stimmen. Wenn ich von Breisach aus mit der Bahn in 20 Minuten in Freiburg am Hauptbahnhof bin, dann habe ich es doch besser, als wenn ich meinetwegen in Frankfurt eine Dreiviertelstunde quer durch die Stadt fahren muss, um von daheim zur Arbeit zu kommen.

 ? Heißt das für die 11. IMMO-Messe, dass es vor allem Angebote aus dem Umland zu sehen geben wird?

 ! Für uns in der Branche ist die Messe weniger ein Markt, an dem wir etwas verkaufen wollen, sondern vielmehr ein Platz, an dem wir ins Gespräch kommen können. Mit möglichen Käufern. Vor allem aber mit möglichen Verkäufern. Auf der Messe kann man sich als Besucher leichter zu einem Beratungsgespräch entschließen, als wenn man erst zu einer Immobilienfachfirma ins Büro fahren muss. So oder so ist klar: Von der Frage, ob ein Verkauf überhaupt Sinn macht, bis hin zur Wertermittlung und Käufersuche ist dieser Themenkomplex mit einem hohen Beratungsbedarf verbunden. Die Aussteller bei der IMMO sind dafür die richtigen Ansprechpartner. Sich auf der Messe mit Expertise und Kompetenz zu präsentieren, ist für unsere Arbeit mittlerweile unerlässlich geworden. Und deshalb sind wir jedes Jahr aufs Neue gern bei der IMMO präsent!

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